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E-Mobilität im Alltag: Wo gute Ideen an der Realität scheitern

Energiewende vor Ort – gut gemeint, aber im Alltag oft unpraktisch

Viele Menschen stehen der Energiewende grundsätzlich kritisch gegenüber. Zu viel Theorie, zu wenig Praxis. Genau deshalb fällt es umso mehr auf, wenn eine Stadt sehr stark auf Klimaschutz setzt, den Klimanotstand ausruft und große Erwartungen weckt, die Umsetzung vor Ort dann aber hakt.


Schnellladesäulen Hamminkeln

In Hamminkeln gibt es mehrere Schnellladesäulen an gut sichtbaren und gut gelegenen Standorten. Auf den ersten Blick wirkt das modern und zukunftsorientiert. Schaut man genauer hin, zeigt sich aber ein Problem, das viele betrifft.

Die meisten dieser Schnellladesäulen sind mit nur einem Steckertyp ausgestattet. Dieser passt vor allem für neuere Fahrzeuge. Ältere Elektroautos und einige gängige Modelle können dort gar nicht laden. Andere können nur sehr langsam laden, teilweise acht bis zwölf Stunden, und das auch nur, wenn man ein eigenes Kabel dabei hat und die Säule frei ist.


Gerade für Fahrer, die von der Autobahn abfahren und in der Nähe schnell Strom laden möchten, ist das ein echtes Problem. Sie stehen vor der Säule und merken: Der Stecker passt nicht. Weiterfahren geht dann nur mit Restreichweite oder mit Umwegen.

Besonders auffällig ist dabei, dass auch Fahrzeuge aus dem städtischen Fuhrpark betroffen sind. Einige dieser Fahrzeuge lassen sich an den vorhandenen Schnellladesäulen ebenfalls nicht schnell laden. Das zeigt, wie wichtig es ist, bei der Planung nicht nur auf neue Technik zu setzen, sondern auch die vorhandene Fahrzeugflotte im Blick zu behalten. Technische Herausforderungen wie unterschiedliche Steckertypen und lange Ladezeiten werden auch in Fachdebatten zur E-Mobilität diskutiert.


Ein engagierter Bürger hat diese Punkte sachlich zusammengetragen und an die Stadt weitergegeben. Er hat konkret benannt, welche Steckertypen verbaut sind, welche fehlen und welche Folgen das im Alltag hat. Die Stadt Hamminkeln hat darauf schnell reagiert, das Anliegen geprüft und zeitnah geantwortet. Das ist sehr positiv und zeigt, dass man Bürgerhinweise ernst nimmt.


Die Antwort macht deutlich, dass die Stadt selbst nicht Betreiber der Schnellladesäulen ist. Die Hinweise wurden deshalb an die zuständigen Betreiber weitergeleitet. Das ist formal richtig und nachvollziehbar. Jetzt liegt der Ball bei den Unternehmen, die diese Ladesäulen betreiben.

Trotzdem ist etwas Wichtiges passiert. Die Stadt weiß jetzt sehr genau, wo das Problem liegt. Sie weiß, dass einseitige Steckerlösungen viele Fahrzeuge ausschließen. Und sie weiß, worauf künftig geachtet werden muss, wenn neue Ladesäulen geplant oder genehmigt werden sollen.

Am Ende zeigt dieser Fall etwas ganz Grundsätzliches: Jeder Bürger kann etwas anstoßen. Man muss dafür kein Amt haben. Man muss nur hinschauen, Fragen stellen und sie ordentlich formulieren. Wer nur im Stillen schimpft, bleibt wirkungslos.

Wer sich bewegt, bringt Themen auf den Tisch.

Ob man die Energiewende gut findet oder kritisch sieht, spielt dabei fast keine Rolle. Wenn sie vor Ort funktionieren soll, dann nur alltagstauglich und für möglichst viele Menschen. Dieser Weg beginnt oft mit einem einzigen Schreiben. Und manchmal bewegt genau das mehr, als man denkt. Mal sehen, ob sich was ändert.

1 Kommentar

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Rainer Berg
27. Jan.
Mit 1 von 5 Sternen bewertet.

Alle Schnellladesäulen in Hamminkeln bieten den kombinierten CCS / Typ 2 Stecker.

Am Schnelllader wird dann nur der Typ 2 - Stecker genutzt, bis 22 kW der CCS-Stecker.

Eine Liste der Ladesäulen ist hier zu finden: https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/ladesaeulen/?query=46499+Hamminkeln%2C+Nordrhein-Westfalen%2C+Deutschland&pageNumber=1

Eine Anfrage an die Verwaltung ist ziemlich überflüssig, jeder kann das selbst in Erfahrung bringen.


Fazit:

Es gibt überhaupt kein Problem mit der Verfügbarkeit von Ladesäulen.

Alle gängigen Modelle können dort geladen werden und ältere Fahrzeuge mit CHAdeMO-Stecker können bei Bors laden oder einen Adapter nutzen.



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