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Bauausschuss in Hamminkeln: Flüchtlingsunterkünfte

Aktualisiert: 25. Jan.

Viel Theater, wenig Fakten – und am Ende doch ein klares Signal

Bauausschuss Hamminkeln

Gestern (10.12.2025) im Bauausschuss gab’s wieder das volle Programm: Emotionen, Halbwissen, politische Eierei, ein paar klare Worte – und zwei Beschlussvorlagen, die nun nächste Woche im Rat endgültig entschieden werden sollen.

Hier die ganze Lage, einmal verständlich und ohne politisches Gerede.

1. Bürger bringen ihre Sorgen vor – viel Gefühl, wenig Belastbares

Gleich mehrere Dingdener Bürgerinnen und Bürger standen am Mikrofon. Die Themen drehten sich im Kreis, aber die Botschaft war im Prinzip immer dieselbe: „Wir wollen hier keine neue Unterkunft.“

Die Kernpunkte:


→ Schwanenschlatt

  • „Unser Ruhebereich geht kaputt!“

  • „Das ganze Grün wird plattgemacht!“

  • „Wir haben Angst vor Krach und Unruhe!“

→ Krechtinger Straße

  • „Da ist ein Kindergarten direkt um die Ecke!“

  • „Das passt nicht wegen zu wenigen Parkplätzen!"

→ Generelles Gefühl

  • „Wir wurden nicht informiert!“

  • „Wir fühlen uns übergangen!“


Alfreds Kommentar dazu: Alles nachvollziehbare Gefühle – aber fachlich war das dünn.


2. Bürgermeister kontert: „Das war alles seit zwei Jahren öffentlich.“

Beim Thema „Nicht informiert“ ließ der Bürgermeister trocken verlauten:

👉 „Die Unterlagen stehen seit über zwei Jahren im Ratsinformationssystem.“ 👉 „Jeder hätte sich informieren können.“ 👉 „Niemand wird persönlich angerufen.“

Und damit hat er – persönlich gesehen – vollkommen recht. Die Informationen liegen bereit, holen muss man sie sich schon selbst.

Dass die Bürger das anders sehen, ändert daran nichts.


3. AfD-sachkundiger Bürger stellt die harten, sachlichen Fragen

Dann kam der Moment, wo es nicht mehr um Gefühle ging, sondern um Fakten. Der sachkundige Bürger der AfD-Fraktion stellte die Punkte, die eigentlich die Grundlage jeder Entscheidung sein sollten:


→ Frage 1: Kosten

  • „Was kosten diese Unterkünfte wirklich?“

  • „Über wie viel Geld reden wir insgesamt?“

→ Frage 2: Bedarf

  • „Brauchen wir überhaupt neue Unterkünfte, wenn wir eventuell freie Kapazitäten haben?“

Und dann der große Punkt, den vorher keiner aussprechen wollte:

→ Frage 3: 89 Ausreisepflichtige in Hamminkeln

  • „Warum werden Ausreisepflichtige nicht abgeschoben? Wenn diese Plätze frei würden, müssten wir weniger bauen.“

Antwort des Bürgermeisters:👉 „Für Abschiebungen ist das Land zuständig, da könne er ja mal nachfragen.“

Das könnte er machen, aber das würde wohl nichts bringen. Zwar liegen Abschiebungen rechtlich nicht in der Zuständigkeit der Kommune. Dennoch ist es Aufgabe des Bürgermeisters, an den zuständigen Stellen nachzufragen und dem Rat eine belastbare Entscheidungsgrundlage zu liefern..


4. Die Mehrhoog-Gerüchte – plötzlich wurde es still

Der AfD-Sachkundige brachte noch einen Punkt, der im Saal einmal kurz die Luft anhielt:

„Es geht das Gerücht rum, dass die Flüchtlingsunterkunft in Mehrhoog am Sportplatz kaum belegt ist.“

„Und dass stattdessen Lagerstätten darin eingerichtet wurden.“

Der Bürgermeister:👉 „Davon ist mir nichts bekannt.“

Unabhängig davon sollte aus meiner Sicht vor weiteren Neubauentscheidungen geprüft werden, wie bestehende Kapazitäten tatsächlich genutzt werden.

5. Danach wurde abgestimmt – und zwar für den Rat vorbereitet, nicht endgültig

Nach allen Wortmeldungen ging’s zu den Entscheidungen. Wichtig: Gestern wurde nicht final entschieden. Es waren Vorbereitungsbeschlüsse, die jetzt am 17. Dezember im Rat final verabschiedet werden sollen.

Beschluss 1: Finanzmittel 2025 – Behlenhorst + Schwanenschlatt

Für 2025 sollen Gelder freigegeben werden für:

🔹 Ersatzbau Behlenhorst (RHEDER-Modell)🔹 Unterkunft Schwanenschlatt

Abstimmungsergebnis:

  • 16 Ja

  • 2 Nein

  • 1 Enthaltung

Ergebnis:👉 Der Bauausschuss empfiehlt dem Rat, dies nächste Woche zu beschließen.


Beschluss 2: Finanzmittel 2026 – weitere RHEDER-Unterkünfte, aber Reihenfolge offen

Die Verwaltung wollte eine feste Reihenfolge:

1️⃣ Behlenhorst Ersatzbau (Teil 2)

2️⃣ Krechtinger Straße

Aber im Ausschuss hieß es: „Wir legen die Reihenfolge jetzt nicht fest.“

Daraufhin wurde die Vorlage geändert:

👉 Ja zu den Finanzmitteln 2026

👉 Ja zu Behlenhorst + Krechtinger Straße

👉 Reihenfolge bleibt offen


Abstimmungsergebnis mit Änderung + Beschlussempfehlung:

  • 16 Ja

  • 3 Enthaltungen

Ergebnis:👉 Der Rat soll in der kommenden Woche genau diese geänderte Fassung beschließen.


Meine Zusammenfassung

  • Bürger waren laut, aber argumentativ dünn.

  • Der Bürgermeister war defensiv, aber beim Thema Information nun mal im Recht.

  • Der AfD-Sachkundige brachte echte Sachfragen.

  • Gerüchte um leerstehende Mehrhooger Kapazitäten müssen dringend geprüft werden.

  • Der Ausschuss hat zwei Empfehlungen an den Rat beschlossen – eine davon mit Änderung.

  • Nächste Woche entscheidet der Rat final.

Wenn der Rat zustimmt, dann rollen im neuen Jahr die Bagger – unabhängig von den im Ausschuss vorgetragenen Einwänden gestern war.


(da der Text aus den Erinnerungsprotokoll eines Zuschauers entstand, gibt es keine Gewährleistung auf Vollständigkeit und Richtigkeit)

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